Ich kleb‘ dir eine!

Als Kinder hielten wir Klebeband für ein Allroundtalent. Man konnte einfach alles damit kleben—kaputte Spielsachen, Papier an Wände, ausgefallene Milchzähne (gut, letzteres hat dann doch nicht funktioniert). Chinesen denken das offensichtlich auch. Wie sonst lässt sich erklären, dass hier um alles, was kaputt ist (oder auch nicht), zwei Kilometer Klebeband gewickelt ist?

Bleiben die Schranktüren nicht zu? Nimm Klebeband.
Müssen mehrere Fensterrahmen für den Transport aneinandergebunden werden? – Nimm Klebeband.
Ist das Blaulicht kaputt? – Nimm Klebeband.
Hattest du einen Unfall mit deinem Elektroroller? – Nimm Klebeband.
Verkaufst du zwei Dinge zum Preis von einem? – Nimm Klebeband.

Und bitte immer reichlich. Nimm eines, das säuisch klebt und einen beim Abmachen zur Weißglut treiben kann. Am besten nimm buntes oder kackbraunes. Damit beim Abmachen hässliche, klebrige Rückstände bleiben, die sich nicht wegmachen lassen. Besonders schön macht sich das übrigens an Fenstern, die von innen vergittert sind. Sieht toll aus, wirklich.

Am allerliebsten wird Klebeband aber immer noch nach einem Unfall benutzt:


Unfallinstandsetzung auf Chinesisch


Unfallinstandsetzung oder billige Alternative zu Umlackierarbeiten?


Das fehlende Rücklicht wurde durch eine mit farblosem Klebeband befestigte CD ersetzt

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