Qingchengshan – Ein Berg, der »endlos phantastisch faszinierend« ist

Qingchengshan

Als Highlight von Chengdu gilt der Nationalpark um den Berg Qingcheng. Warum der so sehenswert ist, erklärt uns dort eine Infotafel, die neben Koreanisch sogar auf Deutsch übersetzt ist:

»Innerhalb gibt es insgesamt 36 Berge, 8 große Löcher, 72 kleine Löcher und 108 Landschafte. […] kleine Brücke sowie Flüsse bilden zahlreiche schönes Bilde, die endlos phantastisch faszinierend sind.«

Dujiangyan

Mit einem Reisebus, dessen Busbahnhof eine traumatisierende Damentoilette beherbergt, fahren wir von Chengdu in das 500.000-Seelen-Örtchen Dujiangyan. Die Stadt mit ihrem über 2000 Jahre alten Bewässerungssystem zählt seit den 80er Jahren zum Weltkulturerbe. 2008 wurde sie bei dem großen Erdbeben von Sichuan zu großen Teilen zerstört. Es sieht aber zumindest auf den ersten Blick so aus, als hätte sich die Region inzwischen von der Katastrophe erholt.

Leider haben wir keine Zeit, Dujiangyan einen Besuch abzustatten. Wir müssen gleich weiter zum Linienbus. Denn eine Wanderung auf unserem Tagesziel, dem Berg Qingcheng, ist bereits tagesfüllend. Für 90 RMB Eintritt kann man die vordere Hälfte des Berges besichtigen, für weitere 90 RMB auch noch die hintere Seite. Wir haben leider nur für die Vorderseite Zeit.

Eingang zum Qingchengshan
Eingang zur Vorderseite des Qingchengshan

Aufstieg

Der Qingchengshan gefällt mit viel Grün, uralten Steintreppen und urigen Felsvorsprüngen. Das Gute: Wenn man den Aufstieg zu Fuß in Angriff nimmt, hat man kaum störende Mitmenschen. Die meisten nehmen nämlich die Seilbahn.

Qingchengshan

Qingchengshan

Qingchengshan

Wo ein Berg, da ist ein Tempel – oder mehrere

Mit Sichuan als eine Geburtsstätte des Taoismus wurde der Qingchengshan früher schon als die »fünfte Hölle« (无间道, wújiāndào) bezeichnet (so heißt der Hongkong-Film »Infernal Affairs« im Original übrigens auch). Kein Wunder also, dass der Weg zum Gipfel an mehreren Tempeln vorbeiführt. Leider sind die meisten mit Fress- und Plastiksouvenirständen vollgestopft. Viele werden außerdem gerade renoviert oder neu aufgebaut. Denn auch der Qingchengshan war von dem schlimmen Erdbeben betroffen.

Die Katastrophe hat übrigens auch neue Sehenswürdigkeiten geschaffen. So kann man sich jetzt neben einem Felsbrocken fotografieren lassen, der bei dem Beben eine weite Strecke den Berg hinuntergerollt ist – angeblich ohne dabei auch nur eine einzige Ameise zu zerquetschen. Na ja.

Qingchengshan

Iris confusa
Iris confusa auf dem Qingchengshan

Anfahrt

Von Chengdu aus fahren Reisebusse nach Dujiangyan. Vor dem Tourismuscenter fahren Linienbusse ab, die rund eine Stunde bis zum Fuß des Qingchengshan benötigen.

Eintritt: 90 RMB für die Vorder- bzw. Rückseite des Berges

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6 Gedanken zu “Qingchengshan – Ein Berg, der »endlos phantastisch faszinierend« ist

      1. Chengdu hat so viel zu bieten. Und ich bin auch eher die Stadtmaus: Museen usw. Natur und Berge werden da schon mal etwas vernachlässigt.

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