Zhujiajiao – Das 1700 Jahre alte Venedig von Shanghai

Zhujiajiao

Zhujiajiao ist eines von vielen Wasserdörfern in der Nähe von Shanghai. Es ist vielleicht nicht das größte und auch nicht das schönste, aber von Shanghai aus bequem zu erreichen. Obendrein kostet das Dorf seit einiger Zeit keinen Eintritt mehr (ehemals 80 RMB), so dass es sich für einen Tagesausflug anbietet.

zhujiajiao

Zhujiajiao, das »Venedig von Shanghai«

Am Ufer des Huangpu-Flusses, der auch durch Shanghai fließt, gruppieren sich die traditionellen Häuschen von Zhujiajiao um kleinere Kanäle. Die Gassen des 66.000-Seelen-Örtchens sind über 36 steinerne Fußgängerbrücken miteinander verbunden, womit sich das Dorf wieder einmal den Titel »Venedig von Shanghai« erworben hat.

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Neben kleinen Geschäften, Teehäusern und Restaurants wartet Zhujiajiao mit einem Postamt aus der Qing-Dynastie, dem Yuanjin-Tempel und dem Kezhi-Garten auf. Immerhin kann das Wasserdorf auf eine 1700-jährige Geschichte zurückblicken.

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Würde ich wieder hinfahren?

Als ich letztens die Fotos von Zhujiajiao durchforstet habe, die inzwischen auch schon fast ein Jahr alt sind, habe ich wieder Lust bekommen, hinzufahren. Der Sommer ist noch lang und da kein Urlaub auf dem Plan steht, bietet sich das Wasserdorf für einen Tagesausflug an. Letztes Jahr hatten wir nämlich desinteressierte Besucher im Schlepptau, wegen derer ich von Zhujiajiao nicht allzu viel gesehen habe.

zhujiajiao

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Anfahrt

In der Nähe vom People Square fahren an der Bushaltestelle Pu’an Lu Direktbusse nach Zhujiajiao ab (Linie 沪朱高速快线 / Huzhu Gaosu Kuaixian). Die Fahrt dauert ca. eine Stunde und kostet 12 RMB pro Person.

Alternativ kann man mit der U-Bahn bis zur Endstation von Linie 2 (Xujingdong) und dort mit einem Linienbus weiter nach Zhujiajiao fahren.

Die Fotos sind im September 2013 entstanden.

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17 Gedanken zu “Zhujiajiao – Das 1700 Jahre alte Venedig von Shanghai

      1. Im Moment muss ich mich finanziell noch etwas stabilisieren. Ich wage es aber, davon zu träumen, Anfang November zwei Wochen zu reisen. Traumroute: Shanghai – Xiamen – Hongkong. Mal sehen!

  1. Wir waren 2006 in Zhujiajiao, es hat uns ausgezeichnet gefallen. Wir waren sogar solange dort, dass wir den letzten Bus nach Shanghai verpassten. Das Taxi (über mehr als 50 km) kostete dann nur etwa 14 Euro. Unser Glück war, dass wir so in Shanghai wohnten, dass wir den Shanghai-unkundigen Taxifahrer mit unseren 5 Brocken Chinesisch bis vor die Haustür dirigieren konnten.

  2. sieht schon ein bisschen toll aus; wieso wir da nicht hinfahren wollten versteh ich nicht,

    ich musste bei 66k seelen örtchen ein wenig schmunzeln; wir haben nach eingemeindung gerademal 10k 😀

    1. In China verschieben sich irgendwann die Proportionen. Ich sehe Städte mit „nur“ 6 Millionen Einwohnern auch schon fast als Kleinstadt … 😉

      1. Ansiedlungen in China sind schon größer als in Deutschland, schließlich kommen auf einen Deutschen 16 Chinesen. Dennoch sollte man beachten, dass bei Einwohnerzahlen in China manchmal anders gerechnet wird als bei uns. So kann zum Beispiel in China eine Stadt Kreise beinhalten (die wieder aus Städten und Dörfern bestehen), während in Deutschland ein Kreis Städte enthalten kann. Laut Wikipedia besteht die „Großgemeinde“ Zhujiajiao im Stadtbezirk Qingpu der Stadt Shanghai aus 9 „Einwohnergemeinschaften“ und 28 Dörfern. Wie groß das „touristische“ Zhujiajiao ist, kann man nicht so einfach feststellen, aber nach meinem Eindruck ist es einer deutschen Kleinstadt vergleichbar.

  3. Shanghai ist für mich als nächstes Reiseziel geplant. Dank dieser Beschreibung werde ich auch nach Zhujiajiao finden, sofern an den Bussen für mich lesbare Liniennummer stehen.
    Leider ist das Google Street-View-Auto nicht durch Shanghai gefahren, was vermutlich politische Gründe hat. In Honkong hatte ich fast Orte schon einmal am PC besucht.

    1. Als wir damals hingefahren sind, stand eben nur das auf Chinesisch am Bus: 沪朱高速快线 (also so was wie Expresslinie Shanghai-Zhujiajiao). Da müsstest du dir also die Zeichen ausdrucken und vergleichen 😉

      Bzgl. Streetview kannst du dich ja mal an http://map.qq.com/ versuchen. Ist wie Google Maps auf Chinesisch, aber man kann die gesuchten Orte auch mit unseren Buchstaben eingeben. Wenn du dann ein bisschen in die Karte zoomst, sollte neben der Maus ein rundes, blau-weißes Symbol erscheinen. Wenn du dann klickst, kommst du in die Streetview-Ansicht. Und die sind scheinbar wirklich alle Wege abgefahren! Die fahren sogar bis in die hinterste Ecke unseres Wohnviertels …

      1. Bin im Januar 2016 da gewesen. Habe gut, dank meiner Zettel hingefunden. Die Pu’an Road ist leicht zu finden wenn man nach der Concerthall ( Sennheiserhalle) sucht. Sennheiser war mal nen Kunde von mir. Leider sind meine Fotos im Winter nicht so bunt geworden.

  4. Ich habe gestern noch ein “ Geo Spezial Hong Kong Shanhai Peking bekommen „, mit diesem Magazin und dem Internet und immer mehr Kontakten bekomme ich jetzt genügen Material für meine nächste Tour zusammen.
    Shanghai wird etwas härter sein, aber ich mache es wieder ohne Reiseleiter.

      1. Ich bin bein Leben lang als Kundendiensttechniker für verschiede auch amerikanische Computerhersteller durch Deutschland gefahren. Ohne Navi. Hong Kong hat es mir leicht bemacht aufgrund der Zweisprachigkeit und der einfachen Struktur der Stadt. Da werde ich wohl meine ersten Probleme in Shanghai bekommen. 2. bin ich mitlerweile 60 und aus gesundheitlichen Gründen schon ein paar Jahren in Rente. Ich muss also noch ein Hotel im Low Budged Bereich finden mit guter Nahverkehsanbindung.
        Ich habe aber genug Zeit um mich vorzubereiten und hier im Blog auch schon einiges gelesen.

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