Favoriten (2) – Von rassistischen Reiseberichten, Game Of Thrones und Stau auf chinesischen Autobahnen

Shaoshis Favoriten, Katze auf Tastatur, Pao-Pao

Hier sind sie wieder: die interessantesten Links, über die ich in letzter Zeit so gestolpert bin. Diesmal geht es um Staus in China, Game Of Thrones und die Frage nach Alltagsrassismus in Reiseberichten.

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  • Reisen/Expat | Wie viel Alltagsrassismus steckt eigentlich in einem durchschnittlichen Reisebericht? Ariane von Heldenwetter ist dieser Frage nachgegangen und liefert überraschende Ergebnisse. Ein Thema, das uns alle interessieren sollte, die wir über Reisen oder Auslandsaufenthalte bloggen!

    Dazu passt auch der Artikel im Guardian: Warum sind Weiße Expats und keine Immigranten? Ich denke allerdings, dass hier ein Definitionsproblem vorliegt. Ein Expat ist doch eine Person, die von der Firma in ihrer Heimat für ein paar Jahre ins Ausland entsandt wird, ein Immigrant ist einer, der »von sich aus« kommt und im Idealfall für immer bleibt. Oder etwa nicht? Gute Denkanstöße liefert der Artikel trotzdem. (Englisch)

  • Bloggen | Bin ich ein Digital Native oder ein Sonderfall? fragt sich Lexa in ihrem lesenswerten Artikel. Laut Definition sind wir ersteres – aber fühlen wir uns auch so?

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17 Gedanken zu “Favoriten (2) – Von rassistischen Reiseberichten, Game Of Thrones und Stau auf chinesischen Autobahnen

  1. Vielen Dank für die Verlinkung. Ich habe mich sehr gefreut.

    Der Text zu den Expats ist mir übrigens auch aufgefallen. Nebst dem von dir erwähnten Defintionsproblem ist er meiner Meinung nach auch schlicht falsch. In Basel, wo ich ursprünglich herkomme, gibt es jede Menge Expats aus den so genannten Entwicklungsländern. Und gerade gestern habe ich in Taiwan in meinem Hostel eine weisse Putzfrau gesehen – und die war nicht die Besitzerin.

    PS: Der Pingback kam übrigens auch diesmal nicht an…

    1. Geht es nicht genau darum in dem Text? Es gibt sehr wohl Expats z.B. aus den so genannten Entwicklungsländern, genau. Ein Schwarzer wird aber z.B. trotzdem eher selten als Expat bezeichnet, die weiße Putzfrau hingegen schon eher. Vielleicht ist das auch eher ein Problem in der englischsprachigen Welt?

      Obwohl mir im Deutschen durchaus auch auffällt, dass solche Wörter unterschiedlich gebraucht werden. „Einwanderer“ klingt für mich z.B. neutraler als „Immigrant“ (bei dem ich eher an Gastarbeiter mit „einfachen“ Jobs denken muss als an zugezogene Firmen-CEOs aus New York).

      PS: Dann werde ich dir in Zukunft einfach einen Kommentar schreiben, wenn ich dich wieder verlinke 😉

      1. Das kann schon sein, dass das eher ein Problem in der englischsprachigen Welt ist. Für mein Sprachempfinden sind Immigrant und Einwanderer weitestgehend bedeutungsgleich. Beides wären ja Leute, die mit der Absicht zu bleiben kommen. Anders ist das bei den Expats, bei denen von Anfang an klar ist, dass sie nur für eine klar umrissene Dauer bleiben.

        PS: Über Kommentare freue ich mich natürlich, aber ich glaube, ich bekomms auch so mit, wenn du mich verlinkst… 🙂

      2. Immigrant und Einwanderer sind für mich auch bedeutungsgleich – nur kommt’s mir so vor, als würde Immigrant eher ein bisschen abwertend gebraucht. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, weil ich das Wort so hässlich finde 😀

  2. Den Expat-Artikel fand ich auch sehr spannend. Für mich sind Expats Leute, die entsandt wurden und für 2 Jahre oder so mal im Ausland bei einer Dependance ihrer Firma arbeiten. Trotzdem sehe ich viele, die sich selbst als Expats bezeichnen, obwohl sie eigentlich Immigranten sind. Klingt halt cooler. So mehr nach Geld und weniger nach Anstehen im Immigration Bureau.

    1. Dann haben wir ja schon mal dieselbe Definition für Expat 😀

      Als was bezeichnest du dich selbst? Immigrant?

      Ich nenne mich immer Ausländer, das ist am neutralsten, denn das kann jeder sein, von Tourist über Geschäftsreisenden bis hin zum Einwanderer. Die Chinesen nennen uns auch alle wàiguórén (Ausländer) …

      1. In Japan sind wir auch alle 外国人 (Gaikokujin). 🙂 In meiner Instagram-Bio steht „在日ドイツ人“ – sich in Japan befindende Deutsche. Es gibt auch das Wort 移住民 (Ijûmin) für Immigrant, ich habe es aber noch nie gesprochen gehört.

      2. 移民 (yímín) für Immigrant haben wir auch. Ob ich es schon mal gesprochen gehört habe, weiß ich nicht. Ich kann nur die Zeichen erkennen 😀

        Benutzt ihr für das Land tatsächlich das chinesische Kurzzeichen und nicht 國?

  3. DIe Staubilder sind ja super – ich mag diese Leichtigkeit-wenn-ich-drauf-Bock-hab-mach-ich-einfach-Einstellung der Chinesen.. dafür wären die Deutschen viel zu steif.

    und bei der Unterscheidung Expat / Immigrant gebe ich dir vollkommen Recht.

    1. Ja, das gefällt mir hier auch. „Wenn ich Lust habe, dann tanze ich eben auf der Autobahn.“ 😀 Würde ein Deutscher bei Stau überhaupt das Auto verlassen? Kann mich noch an so manchen „Monsterstau“ aus meiner Kindheit erinnern, aber nicht, dass wir da mal raus durften ….

  4. Danke für die Links! Da freue ich mich schon! Die Bilder der Friseure kannte ich schon und bei dem Expat-Artikel aus dem Guardian habe ich mir genau dieselben Fragen gestellt. Das ist eben wie Äpfel und Birnen vergleichen und ich fand das bescheuert.

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