5 Dinge, die in Shanghai nerven

Nervige Dinge in Shanghai

Normalerweise schreibe ich ja eher über die schönen, positiven Dinge, über die ich hier so stolpere. Heute soll allerdings mal gejammert werden: Fünf nervige Dinge in Shanghai. Was nervt euch so an der Stadt?

Auch wenn Shanghai nicht meine Lieblingsstadt in China ist, lebe ich gerne hier. Hauptsache China! Und auf so Annehmlichkeiten wie jeden Tag ins Restaurant gehen, bezahlbare Taxifahrten oder täglich geöffnete Geschäfte könnte ich nur noch schlecht verzichten. Nach über vier Jahren in der Stadt haben sich allerdings auch einige Punkte herauskristallisiert, die mich (zunehmend mehr) nerven.

Ich könnte jetzt die geräuschvolle Rumspuckerei nennen oder das pausenlose Hupen – zwei Dinge, die hier viele nerven. Aber so lange mich niemand anspuckt, was noch nie passiert ist, werde ich mich nicht drüber aufregen. Wozu auch? Und hupt man in Shanghai eigentlich noch? Muss ich mal drauf achten. Was ich stattdessen ansprechen werde, sind diese fünf nervigen Dinge, die mir als erstes in den Sinn kamen. Und bitte: Nicht zu ernst nehmen!

1. Langsame Passanten

Shanghai soll eine hektische Metropole sein? Wenn ich mir die Schrittgeschwindigkeit vieler Fußgänger so ansehe, kann ich das beim besten Willen nicht glauben. Selbst wenn die Leute nicht auf ihre Smartphones starren oder schmerzhaft billige Monster-High-Heels tragen, laufen sie doch um einiges langsamer als beispielsweise in München. An manchen Tagen kann mich das echt auf die Palme bringen. So mancher Gehweg ist hier ohnehin schon sehr eng, weil Bushaltestellen, der Restaurant-Abwasch und Müllhaufen zum Hindernisparcours verkommen. Wenn dann noch mehrere Menschen nebeneinander oder minimal versetzt gehen, urplötzlich stehen bleiben oder mir ständig in die Bahn torkeln, dann nervt mich das einfach. Ich bin ein relativ schneller Geher, zumindest wenn ich ein bestimmtes Ziel habe. Ich mag es einfach nicht, auf dem Weg dorthin Zeit zu verschwenden.

Chinesen nutzen als Abschiedsfloskel zwar gerne ein „慢慢走“ (mànmàn zǒu, „Komm gut heim“), was ganz wörtlich „langsam laufen“ bedeutet, aber so sklavisch dran halten muss man sich ja trotzdem nicht.

2. Ampelschaltungen

In dieselbe Kerbe schlägt so manche Ampelschaltung. Ich hasse zum Beispiel die Kreuzung vor dem Eingang zum Zhongshan-Park. Dort muss man eine ziemlich breite Straße überqueren, die von einem Grünstreifen unterbrochen wird. Es ist unmöglich, das in einem Zug bei Grün zu schaffen. Man ist quasi gezwungen, bei Rot über die Straße zu gehen, wenn man nicht fünf Minuten zum Straßenüberqueren brauchen möchte.

Und weil bei Rot über die Straße gehen ja ganz derbe böse ist, steht da dann auch oft ein Polizist, der alle Verkehrssünder wieder zurückpfeift. Ich gestehe: An manchen Tagen bin ich nur aus dem Grund nicht in den Park gegangen, weil ich keine Lust auf die Kreuzung hatte. Auch auf dem Weg zur Arbeit findet sich so eine Kreuzung, an der die Ampeln so schlecht aufeinander abgestimmt sind, dass teilweise alle gleichzeitig Rot zeigen – für eine gefühlte Ewigkeit. Von grüner Welle scheinen die Stadtplaner jedenfalls noch nichts gehört zu haben (oder funktioniert das beim Autofahren besser?).

Shanghai, Grünstreifen, Heckentiere
Wenigstens ist der Grünstreifen hübsch

Vor ein, zwei Jahren kam man drauf, dass in Shanghai zu viele Polizisten nichtsnutzig in ihren Büros Tee aus Gläsern mit Schraubverschluss tranken. Man schickte also mehr von ihnen mit lustigen neongelben Westen auf die Straße, um Verkehrssünder zu terrorisieren und zusammen mit „Schülerlotsen“ den Verkehr an besonders schlimmen Kreuzungen zu regeln. Bei Herrn M. und mir verkamen die schnell zum Running Gag, werden Cops in Hongkong-Filmen doch immer als Strafe zum Verkehrspolizisten degradiert. Wir denken dann immer an Stephen Chow, der in einem Film zum Verkehrspolizisten auf Lamma Island abkommandiert wird. „Aber da gibt es doch gar keine Autos.“ – „Nicht mein Problem.“

Viel scheinen die Maßnahmen gegen Kriminelle, die 闯​红灯 (chuǎng hóng dēng, hineindrängen + rot + Licht) betreiben, also bei Rot über eine Straße gehen/fahren, noch nicht gefruchtet zu haben. Zumindest nicht bei Fußgängern und Zwei- bis Dreirädern. Lediglich Autofahrer halten sich heutzutage fast alle an diese Regel – die Strafen können mit Geldbußen bis zu Führerscheinentzug nämlich recht saftig ausfallen.

Manchmal rauben mir solche Zeitverschwendungen den letzten Nerv. Aber was rege ich mich auf! In Peking mit seinen überbreiten Straßen ist das noch um ein Vielfaches schlimmer.

Nervige Dinge in Shanghai, rote Ampel
Dieser Lotse (rechts) hat’s drauf

3. Umsteigen in der U-Bahn

Noch ein Punkt, der einen faulen Menschen wie mich in den Wahnsinn treiben kann. Oder mich zumindest zweimal überlegen lässt, ob ich da wirklich hinfahren will, wenn ich auf dem Weg dorthin mindestens einmal umsteigen muss. Die U-Bahnlinie zu wechseln bedeutet in Shanghai nämlich leider nicht aussteigen und am selben Bahnsteig gegenüber wieder einsteigen, sondern aussteigen, gute fünf Minuten der Masse im Untergrund hinterherschlurfen (siehe Punkt 1.), dazwischen auch gerne mal mehrere Treppen/Rolltreppen hoch und wieder runter und erst dann irgendwo anders einsteigen.

Verlaufen kann man sich dabei nicht, denn die Wege sind meistens akribisch mit Zäunen abgetrennt, damit man sich nicht ständig in die Quere kommt. Wie könnte es anders sein, sind die Zäune immer genau so bemessen, dass jede einzelne Wegstrecke um zusätzliche überflüssige Meter verlängert wird. Fehlgeplanter geht es eigentlich kaum.

Shanghai, U-Bahn
Shanghaier Metro – Viele Umsteigmöglichkeiten mit Nervpotenzial

Aus diesem Grund möchte ich in Shanghai auch nur an der grünen Linie 2 wohnen. Denn die verbindet u.a. unsere Wohnung, meine Arbeit, einen Bahnhof, die Innenstadt, wichtige Knotenpunkte und beide Flughäfen (wobei man für den einen in Pudong trotzdem einmal umsteigen muss, aber wann brauche ich schon mal einen Auslandsflug?). So lassen sich das Umsteigen und die Wege auf ein Minimum reduzieren. Auch die Rush Hour wird durch eine strategisch günstige Wohnlage zum Kinderspiel: Die paar Minuten Gruppenkuscheln täglich (nur eine Station!) halte ich locker aus.

Übrigens: Im Vergleich zu Peking ist die Shanghaier Metro trotzdem ein Traum. Die in Peking ist nämlich so beknackt geplant, dass wir praktisch für jeden Weg mindestens zweimal umsteigen dürfen – und das, obwohl unser Apartment angeblich voll zentral liegt.

4. Wetter

Als ich damals nach Shanghai kam, war ich begeistert. Selbst Anfang Dezember konnte man da noch ohne Jacke raus, auch nachts. Der Sommer war noch ein richtiger Sommer (heiß und lang), der Winter dagegen kürzer und milder als in Deutschland.

Kommt es mir nur so vor oder dauert der Winter in Shanghai jedes Jahr noch länger und fällt jeden Winter noch mehr Schnee (wo doch laut Kindheitserinnerungen von Herrn M. in dieser Region nur alle paar Jahre mal ein paar Flocken fallen sollten)? Und Winter sind hier ohnehin so eine Sache für sich. Nun ist es schon fast Mitte April und es ist immer noch nicht warm! Es gab zwar mal ein paar vereinzelte Tage über 20°C, aber das war mehr so „man könnte, wenn man wollte“.

Schnee in Shanghai
Schnee in Shanghai

Auch die Sommer sind nicht mehr der Hit wie noch vor ein paar Jahren. Sie werden irgendwie immer kürzer und verregneter. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit schimmelt alles, was nicht bei drei mit Luftentfeuchterboxen ausgestattet ist und Regenwetter ist hier fast grundsätzlich sintflutartig. Shanghai macht da keine halben Sachen – auch keine geraden, wenn man all die tiefen Pfützen und Sturzbäche auf den Gehwegen und die verstopften Gullys an Ampeln so sieht.

Übrigens: Sobald auch nur ein paar Tropfen vom Himmel fallen, laufen hier alle sofort mit Schirmen rum. Dann wird es auf den Gehwegen noch enger und die Menschen werden noch langsamer (siehe Punkt 1.).

Nervige Dinge in Shanghai, Wasserschaden im Schlafzimmer
Unser Schlafzimmer – In Shanghai regnet’s nicht nur draußen

Smog zählt für mich – ähnlich wie bei Franky – auch zum Wetter. Ich habe zwar dank Gruppenzwang eine AQI-App, schaue aber nur alle Jubeljahre mal drauf. Wenn die Luftwerte schlecht sind, merke ich das normalerweise auch so. Dann trage ich eben eine Maske, so wie ich im Winter Handschuhe trage – Halt, nein, die sind der letzten Schimmelattacke im Kleiderschrank zum Opfer gefallen. Die Luftwerte kann ich sowieso nicht ändern und ob ich raus muss oder zu Hause bleiben kann, kann ich auch nur in den wenigsten Fällen steuern. Wenn es mal richtig schlimm ist, entscheiden wir uns eben mal gegen einen Ausflug und bleiben lieber faul zu Hause. Ein Hoch auf letv.com. Nervig bleibt so ein versmoggter Tag natürlich trotzdem.

5. Wohnungen

Shanghaier Wohnungen habe ich ja schon mal einen ganzen Artikel gewidmet. Sie sind preislich überbewertet und oft grottig möbliert bis mäßig renoviert. Aber: Übergangsweise hält man das schon aus. Und so war jede der vier Mietwohnungen, die wir in Shanghai bis jetzt bewohnt haben, auch genau das: eine Übergangslösung.

Nach vier Jahren habe ich aber irgendwie keine Lust mehr, im Wohnzimmer schäbige Möbel in den unterschiedlichsten Stilen stehen zu haben (Glas und Chrom, dreimal verschiedenes Hellbraun, Schwarzbraun, zweimal verschiedenes Rotbraun, Bambusbraun), inklusive einem halb zerfallenden Kleiderschrank, einem überflüssigen Doppelbett, einem schäbigen Sofa in Knallorange, einer vergilbten Mikrowelle und zwei Waschmaschinen. Ich mag auch nicht mehr jeden Tag die riesige Telefonnummer lesen, die ein Vormieter mit einem Schlüssel in die Wand gekratzt hat (selbst Pao-Pao fällt das auf), oder dabei zusehen, wie die Wasserschäden an der Schlafzimmerdecke mit jedem Regenguss größer werden.

Ich möchte farblich aufeinander abgestimmtes Inventar, geschmackvoll arrangierte minimalistische Deko, dezent gestrichene Wände, Feng Shui. Ich möchte endlich „My home is my castle“ mit Überzeugung sagen können und nicht „My home is my Vermieter’s Rumpelkammer“.

Ich kann jetzt verstehen, warum Chinesen Wohnungen am liebsten kaufen. Nur so kann man sich eine Wohlfühloase schaffen. Aber, ihr ahnt es bereits: kaufbare Immobilien sind gerne preislich überbewertet, Altbauwohnungen lohnen kaum, da sie eh bald abgerissen werden, und Neubauten finden sich hauptsächlich in schlechter Lage. Es ist zum Rattenmelken!

Fazit

So lässig Shanghai auch sein kann, so nervig ist der Alltag hier manchmal für einen faulen Menschen wie mich. Natürlich wird mich keiner der oben genannten Punkte davon abhalten, hier zu leben. Demgegenüber stehen schließlich eine Menge toller Sachen – ein paar davon findet ihr bereits hier auf dem Blog, über andere freue ich mich jeden Tag im Stillen wie ein kleines Kind (yeah Milchtee, yeah meine Nachbarn, yeah Pocky in vielen Geschmacksrichtungen!).

Ach ja, noch was Nerviges: zensiertes Internet. Das habe ich aber nicht aufgenommen, weil es ganz China betrifft und nicht Shanghai-spezifisch genug ist. Außerdem würde das Thema für einen eigenständigen Artikel reichen, einen Entwurf gibt es bereits.

Bestimmt nervt in Shanghai noch viel mehr. Was fällt euch denn so zum Thema ein?

Was nervt euch in Shanghai oder in eurer Wahlheimat?

Shanghai, Luftballons, Verkehr
Es sind die kleinen Dinge – Shanghai wie ich es mag

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17 Gedanken zu “5 Dinge, die in Shanghai nerven

  1. Mich nervt an Shanghai eigentlich fast gar nichts. Aber ich lebe da ja auch nicht! Zu den U-Bahn-Stationen muss ich sagen, dass ich kürzlich eine der nervigsten entdeckt habe: Charles des Gaulles-Etoiles in Paris. Schon bescheuert so ein lange Name! Aber die vielen Umsteigemöglichkeiten haben mich glatt verrückt gemacht. Endlose Gänge, einmal falsch abgebogen und man findet sein Ziel nicht mehr, weil es nicht ausgeschildert ist…Ein Artikel darüber ist schon in Planung.
    Beste Grüße
    Ulrike

  2. Interessanter Artikel! Mich würde bestimmt die Wohnungssituation am meisten nerven. My home ist nämlich wirklich my castle und ist jahrelang in Rumpelkammern zu leben wäre gar nichts für mich. Da würde ich lieber außerhalb wohnen und lange Wege zur Arbeit und in die Stadt in Kauf nehmen. Außerdem ist’s von dort aus bestimmt auch näher in die Natur. Aber so unterschiedlich sind die Prioritäten 🙂 .

    1. Die Wohnsituation nervt mich von allen genannten Punkten auch am meisten – die anderen Sachen kann man ja auf ein Minimum reduzieren oder auch mal ertragen. Aber die Wohnsituation, so auf Dauer … Da müssen wir uns unbedingt was einfallen lassen. Es gibt hier ja wirklich schöne Wohnungen, sogar Häuschen mit Garten mitten in der Stadt, aber das ist dann halt leider eine unerreichbare Preisklasse, wenn man nicht gerade Expat oder reich ist …

      Es kommt vielleicht auf den Vorort an, aber außerhalb bedeutet in Shanghai auch nicht unbedingt Natur, jedenfalls nicht in den ans U-Bahn-Netz angeschlossenen Orten, an denen ich war (uniforme Hochhaussiedlungen etc.). Es ist halt wirklich alles verbaut und was noch frei ist, wirkt meistens mehr wie halberschlossenes Baugebiet und nicht wie wilde Natur. Das Land ist in unserer Gegend total flach und Vegetation wie den typischen deutschen Wald gibt es hier auch nicht. Aber mal ehrlich, man zieht ja auch nicht wegen der Natur in eine 20+-Millionenmetropole 😉

  3. Einige Punkte kann ich für Seoul genau so unterschreiben. Was mich auch mit am meisten nervt sind diese schleichenden Menschen, und noch schlimmer Treppenschleicher. Wie können Menschen (Rentner und körperlich eingeschrängt Personen natürlich ausgenommen) so unglaublich langsam Treppen steigen?. Ebenso das umsteigen, bzw. nicht das umsteigen an sich, eher wie du schon sagst diese langen Wege von einer Linie in die nächste.
    Ansonsten alternativ auch noch Busfahrer die (nahezu) alle einen Fahrstil haben als würden sie gerade GTA spielen ^^

    LG Jenny

    1. Ob man dann in Asien generell langsamer läuft als in Deutschland? (Obwohl ich irgendwo mal gehört habe, dass die schnellste durchschnittliche Schrittgeschwindigkeit in Singapur zu finden ist – und die langsamste irgendwo in Afrika)

      In Seoul sind die Umsteigwege auch so lang? Hätte ich jetzt bei so einem kleinen Land nicht erwartet 😉

      Haha, die GTA-Busfahrer gibt es hier auch.

  4. Die langsamen Passanten waren manchmal sehr schnell hinter mir her wenn Sie mir ihre young girls angeboten haben. Die Ampelschaltungen waren absolut Rentner unfreundlich, gut das ich keine Gehbehinderung habe.
    Ich hatte mich für Ubahn vor der Tür und lieber 1 – 2 mal umsteigen entschieden. Das war ein Fehler. Die grösse der Bahnhöfe hat mich überrascht. In einigen hätte man den kompletten Hannoverchen Hauptbahnhof versenken können.

    1. Haha, bei den Young Girls kann ich nicht mitreden 😉

      Stimmt, wenn mich die Ampelschaltungen schon so nerven, wie schlimm muss das dann erst für Rentner usw. sein? Das denke ich mir auch immer bei den langen Umsteigewegen in der U-Bahn. Es gibt zwar schon meistens irgendwo einen Aufzug, damit man die Treppen umgehen kann, aber die Wege bleiben ja trotzdem lang. In Sachen echte Barrierefreiheit muss da noch viel getan werden.

  5. Bei unserer S-Bahn geht Umsteigen ganz entspannt, aber an der U-Bahn steht dann gern mal „500 Meter“ und dann darf man Treppen hoch, Treppen runter, über einen anderen Bahnsteig… und wenn dann noch alle super langsam laufen (machen Japaner auch, auch in Tokyo!!) dauert das sooo lange, da könnte man den Weg zum Zielpunkt eigentlich auch laufen.

  6. Mir kommt dieser Winter auch lang vor. Also mir persönlich ist das ja sehr recht, aber letztes Jahr war es schon viel eher warm.

    Ansonsten: Luftfeuchtigkeit. Mücken. Smog. Internet. Verkehr.

    Wir haben hier auch eine Kreuzung, bei der schwitze ich Blut und Wasser, wenn da rüber gehe. Und da muss ich öfters mit Felix lang. Die sieht so harnlos aus, ist aber dermaßen blöd geschaltet und unübersichtlich… Schlimm!

    Ach, und dass hier absolut nie was nachhaltig gepflegt wird. Da wird immer schön gewartet und dann was Neues angeschafft.

  7. Deine Artikel sind immer sehr lang.
    Dass Leute langsam gehen, ist nervig, kann ich verstehen.
    Auch das Umsteigen kostet Nerven.
    Und eure Wohnungen….
    Bärbel

  8. Hallo,
    also ich schreibe mal als „Teilzeitlebender in Beijing“. Ich wundere mich beim Umsteigen in Beijing in der U-Bahn immer über das Tempo, das die Fahrgäste dort an den Tag legen. Dort bin ich eher das Hinderniss beim Gehen. Das scheint dann in Shanghai umgekehrt zu sein. Ansonsten fahre ich sehr gerne mit der U-Bahn in Beijing und das Umsteigen stört mich nicht. Mir gefällt, dass ich immer noch fast alle Linien im Kopf habe und nicht nachsehen muss wie ich von A nach B komme. Ich benutze die Linie 5 vom Norden her und erreiche dann sehr zentral Dongdan.
    Ich habe übrigens keine Probleme bisher gehabt in Beijing über die Strassen zu kommen. Ein bisschen Mut gehört hin und wieder natürlich dazu.
    Lg Thomas

  9. Dein Artikel war sehr unterhaltsam zu lesen, auch wenn ich jetzt hier nicht wirklich mitreden kann. War selbst nur mal als Touri in China und da liegt die Aufmerksamkeit dann eher bei anderen Dingen. Wobei mich damals das Rumgespucke etwas angewidert hat…
    LG
    Salvia von Liebstöckelschuh

  10. Schleichende Menschen!
    Gibt es hier in Hamburg leider auch. Der Hamburger Hauptbahnhof hat deswegen schon Richtungslinien auf den Boden gemalt, sollte jedoch die Richtungen nochmal in Schnell und Langsam unterteilen. Deswegen versuche ich den HBF zu meiden.

  11. Smog – das erinnert mich vor allem an die China-Konzertreise (2004) …
    Es war – glaube ich – in Tianjin, da hatte ich morgens das Fenster des Hotelzimmers im weiß-ich-wievielten Stockwerk geöffnet um ein bisschen „frische Luft“ rein zu lassen … aber was da herein waberte hatte den „Duft“ von Müll, Abgasen, Küchendampf und Fäkalien. Auch scheint mir der Begriff „Luft“ unzutreffend. So dick wie sie sich anfühlte, hätte man diesen Cocktail bestimmt in Scheiben schneiden und abpacken können! Selbstredend, dass ich da das Fenster gleich wieder schloss, und mich mit den Zimmermief zufrieden gab.
    Als Dauerzustand wollte ich sowas sicher nicht haben!

  12. Na das gibt ja mal ganz neue Einblicke in diese Stadt. Das sind echt alles Dinge, die man von einem Ort nur erfährt wenn man dort war. So schnell kann sich ein Bild von einer Stadt ändern. Hab mir manche Punkte echt anders vorgestellt. Dass es dort mit den langsamen Schnecken auf dem Gehweg noch nerviger sein soll kann man kaum glauben! 😀

  13. Hallo Shaoshi,
    ich melde mich auch mal wieder zu Wort. 🙂

    Deine fünf Punkte kann ich gut nachvollziehen, auch wenn ich die Rangfolge etwas abändern würde:
    1. Langsame Passanten: Ja, ist auch bei mir auf Platz 1! Gibt davon leider zu viele und einfach abdrängen ist ja unhöflich.
    2. -> 3. Umsteigen mit der U-Bahn: Am schlimmsten finde ich die South Shaan Xi Road, da muss man sogar wieder an die Oberfläche, aus der U-Bahn raus und dann über der Erde über zwei Ampeln und dann wieder in den Untergrund zur anderen U-Bahn-Linie. Oder haben die das mittlerweile geändert?
    3. -> 5. Wohnungen: Zwar war mein längster Aufenthalt in einer „Shanghaier“ Wohnung nur fünf Monate lang, aber ich kann völlig nachvollziehen, dass du farblich aufeinander abgestimmtes Inventar möchtest, dezent gestrichene Wände und schöne Deko. Aus der Wohnung etwas „eigenes“ zu machen ist wirklich schwer in Shanghai, weil man nie weiß wie lange man wirklich dort ist.
    4. Wetter: Über meine Erfahrung mit dem Shanghaier Winter haben wir bereits gesprochen. Was ich jedoch fast schlimmer finde, als das Wetter, ist die ständige Dunkelheit. Frühmorgens ab in die Arbeit (immer noch dunkel oder nur bissl hell) und abends wieder aus der Arbeit raus (schon wieder dunkel). Die helle Zeit in Shanghai ist eigentlich nur am Wochenende oder in der Mittagspause, wenn man die Chance hat rauszugehen. Aber selbst die helleren Zeiten sind leider immer smogig oder Wolken verhangen. So richtig blauen Himmel gibt es ja leider kaum…
    5. -> 2. Ampelschaltungen: Also die Ampelschaltung im Shanghaier Westen scheint besser zu sein als bei dir, jedenfalls empfinde ich sie nicht so schlimm wie du. Mir gefällt vor allem die Sekunden Anzeige, wie lange es noch rot bzw. grün ist.

    So viel zu meinen Erfahrungen. Ich hoffe, dass es dir ansonsten gut geht und dich Shanghai nicht zu sehr nervt. Wie du schreibst, hat es ja auch durchaus seine positiven Seiten dort zu leben.

    Liebe Grüße,
    Anna

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